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Erfolgsgeschichten

   

Dauertest der besonderen Art

Den vielleicht längsten Praxistest der Zielfernrohrgeschichte bestand kürzlich ein KAHLES HELIA Super 6x42 aus den 70er Jahren mit Bravour:

Im Herbst 1977 begab sich ein Kärntner Jagdaufseher auf die 2.300 Meter hohe Kometeralpe (Südösterreich) zur Gamspirsch. Am späten Vormittag schon war Diana dem Weidmann gnädig und eine alte Geiß gestreckt. Er lehnte seinen Mannlicher Luxus 6,5x57 an einen Felsen und stieg einige Höhenmeter hinauf um das Wild zu versorgen.

Als der Jagdaufseher wieder herunterstieg um seine Waffe aufzunehmen, erwartete ihn ein böse Überraschung: Trotz stundenlanger Suche konnte er seinen teuren Mannlicher nicht finden.

Schon am nächsten Tag und regelmäßig auch in den Wochen danach suchte der Weidmann seine Waffe - stets ohne Erfolg.

Wochen, Monate, Jahre gingen ins Land. Weit oberhalb der Baumgrenze, aufrecht an den Fels gelehnt trotzten Mannlicher und HELIA Optik völlig ungeschützt den Elementen.

Drei Jahrzehnte später begab sich Jagdverwalter Hannes aus dem Kärntnerischen Obervellach zur Gamsjagd auf die Kometeralpe. Schon nach kurzem Ansitz erblickte er einen starken Bock sowie Geiß, Kitzgeiß, Kitz und Jährling.

Der Jagdverwalter entschied sich für den Jährling, legte an und schoss. Das Stück brach im Feuer zusammen und blieb in der Felswand auf einem Vorsprung liegen. Hannes stieg hinauf und machte eine erstaunliche Entdeckung:

Unmittelbar neben dem Stück - aufrecht am Felsen - lehnte eine als solche kaum noch erkennbare Büchse. Der Schaft war völlig verfault, von Sonne und Wind weiß gebleicht, die Stahlteile verrostet. Ein trauriger Anblick dessen was einmal der ganze Stolz eines Weidmannes gewesen war.

Beim Blick durch die HELIA Optik jedoch traute Hannes seinen Augen nicht: Das Bild brillant und hell, gestochen scharf hebt sich auch das mechanische Absehen ab. Völlig problemlos funktionieren Höhen- und Seitenverstellung. Das HELIA Glas war unter Extrembedingungen über Jahrzehnte hinweg absolut dicht geblieben.

Hannes war erstaunt, dass lediglich das Stahlhauptrohr Oberflächenrost angesetzt hatte. Nahezu neuwertig hingegen die beschriftete Okularhülse aus eloxiertem Leichtmetall. Klar und deutlich steht hier zu lesen: K.KAHLES WIEN, HELIA Super 6 S2, Nr.179075.

Nach Klärung der Eigentumsverhältnisse erwarb KAHLES das Fundstück. Per Röntgenanalyse wurde erst der Ladezustand geklärt: Der Mannlicher war geladen und gespannt, sämtliche beweglichen Stahlteile jedoch durch Korrosion festgefressen. Nach Aufbohren der Hülse und Entnahme des Pulvers wurde die Waffe zum Dekostück für Präsentationszwecke konvertiert. 

Nachweislich blieb die Optik unberührt. Weder wurde das HELIA geöffnet noch oberflächlich nachbehandelt. Das Zielfernrohr befindet sich in absolutem Originalzustand wie es nach Jahrzehnten im Hochgebirge aufgefunden wurde. 

     




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